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φῶς | γράφειν

Analog : Digital = Schnitt...

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...oder wie al­les be­gann. 2007, es war so­weit. Ich er­in­nere mich als wäre es heute. Es über­kam mich. Ein­fach ein Ge­fühl: Jetzt ist der Zeit­punkt gekommen.

Seit ge­rau­mer Zeit nahm ich zur Kennt­nis, dass sich um mich herum im­mer mehr Mit­men­schen eine Di­gi­tal­ka­mera zu­leg­ten. Un­ge­ach­tet des­sen, ob es sich hier­bei um eine Kom­pakt­ka­mera, um eine so­ge­nannte Bridge, oder gar um eine, sei­ner­zeit noch als pro­fes­sio­nell ein­zu­stu­fende, DSLR han­delte. Schnell wird ver­ges­sen das es gar nicht so lange her ist, dass gute Pro­dukte aus dem Mittelklasse-​Segment gleich meh­rere hun­dert Euro auf die Preis­schil­der zau­ber­ten und den ei­nen oder an­de­ren Hob­by­is­ten schwer ins Grü­beln brachte. Woll­ten doch ei­ni­ger­ma­ßen zu­kunfts­si­chere In­ves­ti­tio­nen, ge­rade im Hin­blick auf die sehr schnell­le­bige und sich ra­sant wei­ter­ent­wi­ckelnde Tech­nik, wohl über­legt sein. Wie, und vor al­lem mit wel­cher Ausrüstung/​Ausstattung sich in das di­gi­tale Aben­teuer stür­zen? Mit der Ka­mera, und de­ren di­rek­ten Zu­be­hör, ist es ja in der di­gi­ta­len Welt al­leine nicht ge­tan. Die da­zu­ge­hö­rige Pe­ri­phe­rie muß schließ­lich auch be­rück­sich­tigt wer­den als da wä­ren: Ad­äquat aus­ge­stat­te­ter PC, farb­raum­si­che­rer Mo­ni­tor (Ka­li­brie­rung), Bild­be­ar­be­tungs­soft­ware etc. - ...dies al­les gilt es zu be­rück­sich­ti­gen. Wahr­lich kein leich­tes Unterfangen.

Für mich, der noch das eine oder an­dere Objektiv-​Schätzchen aus ver­gan­ge­nen Ta­gen sein Ei­gen nen­nen darf (ana­log), und die­ses auch wei­ter­hin ver­wen­den möchte, war klar, letzt­end­lich soll es wie­der eine Spie­gel­re­flex­ka­mera wer­den; eben mit ei­nem D (di­gi­tal) da­vor. Hier konnte ich mich glück­lich schät­zen, denn der Her­stel­ler mei­nes Ver­trau­ens hat seit 1959 - be­zo­gen auf seine KB-​Spiegelreflexkameras - das Ba­jo­nett (An­schluß Kameragehäuse/​Objektiv) nicht ge­än­dert. So­mit pas­sen bis heute die al­ten Op­ti­ken auf die mo­der­nen Ge­häuse. Bei den semi-​/​professionellen Mo­del­len kann man per Me­nüein­trag der Ka­mera so­gar mit­tei­len, wel­che Brenn­weite ein sol­ches al­tes MF-​Objektivs be­sitzt, wenn man die­ses zum Ein­satz brin­gen möchte. Selbst die Be­lich­tungs­mes­sung bei Blen­den­vor­wahl ist hier­mit mög­lich. Die Wahl viel nicht schwer, als Ende 2008 ein für mich ge­eig­ne­tes Mo­dell auf den Markt kam, wel­ches ich dann im Jahre 2010 schließ­lich er­warb. Ich bin eben we­ni­ger der ty­pi­sche Ver­tre­ter des “Early Adopters.”

Und was ist jetzt mit 2007, wie will das jetzt zu­sam­men­pas­sen? Ei­gent­lich ganz ein­fach zu er­klä­ren. Da­mals war mir der Ein­stieg in die DSLR-​Welt, be­zo­gen auf meine Be­dürf­nisse, ein­fach noch zu kost­spie­lig. Aber ich wollte be­reits die ers­ten Schritte im di­gi­ta­len Foto-​Zeitalter un­ter­neh­men und ent­schloß mich für eine Bridge-​Kamera, näm­lich für die Fuji Fi­ne­Pix S9600. Ich wollte ein Ge­fühl für das Me­dium be­kom­men, wollte er­fah­ren wie es ist, Bil­der selbst von der Spei­cher­karte zu zie­hen, um sie dann selbst elek­tro­nisch mit ei­nem ge­eig­ne­ten Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm zu ent­wi­ckeln. Stich­wort: RAW Das al­les konnte ich mit der S9600 er­le­ben. Ich konnte meine ers­ten “elek­tro­ni­schen Geh­ver­su­che” un­ter­neh­men und mich auf das freuen, was da noch kom­men würde. Die S9600 hat mir bis zum Auf­stieg in die DSLR-​Welt (2010) sehr gute Dienste ge­leis­tet und mich nie im Stich ge­las­sen. Ich habe sie dann schließ­lich in der Fa­mi­lie wei­ter­ge­ge­ben, und bis zum heu­ti­gen Tag ist sie ihr zu­ge­hö­rig. Als Er­in­ne­rung un­se­rer ge­mein­sa­men Zeit möchte ich an die­ser Stelle ein paar Bil­der ein­stel­len, die ich wäh­rend ei­nes ein­wö­chi­gen Ita­li­en­auf­ent­hal­tes 2007 im Ve­neto mit ihr ge­macht habe. Treue Gefährtin!

Der Torre dei Lam­berti, auf­ge­nom­men von der Piazza dei Si­gniori aus, auf der sich auch das be­kannte Dante-​Denkmal Dante Ali­ghieri in Ve­rona befindet...

Verona | Torre dei Lamberti | Italien | 2007
© Torre dei Lam­berti - Piazza dei Signori

...und ein wei­te­res Mal von der Turm-​Uhrenseite ab­ge­lich­tet, mit der Piazza delle Erbe (Markt) im Vor­der­grung. Wir wa­ren an­läss­s­lich der sai­so­na­len Opern­fest­spiele in Ve­rona, die je­des Jahr im Som­mer (Juni bis Sep­tem­ber) dort statt­fin­den: Arena di Ve­rona - 2007Verona | Torre dei Lamberti | Italien | 2007 ha­ben wir uns für die Oper Na­bucco Gui­seppe Verdi ent­schie­den, die in je­nem Jahr, was die In­sze­nie­rung an­geht, eine bunte Mi­schung aus Klas­sik (Kos­tüme) und Mo­derne (Büh­nen­bild) dar­stellte. Über diese Art von “Ver­qui­ckung” lässt sich si­cher­lich dis­ku­tie­ren, je­doch die Dar­bie­tung, was Musik/​Gesang und schau­spie­le­ri­scher Leis­tung an­geht, war un­ein­ge­schränkt als her­vor­ra­gend zu be­zeich­nen; Ge­nuß pur. Egal ob jung oder alt, Opern­fan oder nicht, wer die Mög­lich­keit hat ein­mal eine Auf­füh­rung an solch ei­ner his­to­ri­schen Stätte, dazu un­ter freiem Him­mel zu be­su­chen, der sollte sich diese ganz spe­zi­el­len Ein­drü­cke nicht ent­ge­hen las­sen. Eine ein­ma­lige At­mo­sphäre und ge­fühls­mäs­sig “Gän­se­haut pur”. Eben ein Event ei­ner ganz be­son­de­ren Art.

© Torre dei Lam­berti - Piazza delle Erbe

Im An­schluß ein paar Im­pres­sio­nen aus der Arena di Ve­rona und von der an die­sem Abend auf­ge­führ­ten Oper Na­bucco von Gui­seppe Verdi. Und das Fern­se­hen war auch dabei...

Arena di Verona | Nabucco | Italien | 2007
© Arena di Ve­rona - Na­bucco 2007

Arena di Verona | Nabucco | Italien | 2007
© Arena di Ve­rona - Na­bucco 2007

Arena di Verona | Nabucco | Italien | 2007
© Arena di Ve­rona - Na­bucco 2007

Arena di Verona | Nabucco | Italien | 2007
© Arena di Ve­rona - Na­bucco 2007

Nach zwei Ta­gen Auf­ent­halt in Ve­rona, und der herr­li­chen Auf­füh­rung, wurde es Zeit die Kof­fer zu pa­cken und wei­ter­zu­zie­hen. An­hän­gend möchte ich noch kurz er­wäh­nen: Ve­rona selbst hat nicht nur die Arena und die dort statt­fin­den­den Opern-​Festspiele zu bie­ten, nein, Ve­rona ist, wie so viele Städt in Ita­lien, mit reich­lich Ge­schichte, mit­tel­al­ter­li­cher Bau­kunst, und un­ver­gleich­li­chem Abi­ente aus­ge­stat­tet. Ein Be­such ist auf alle Fälle (im­mer wie­der) loh­nens­wert. Die ver­blei­ben­den Tage un­se­res Kurz­ur­lau­bes ver­brach­ten wir am Gar­da­see. (Lago di Garda) Nach so­viel Kul­tur und neuen Ein­drü­cken tut es gut die Dinge sa­cken zu las­sen, um sie dann auch ver­ar­bei­ten zu kön­nen. Von Ve­rona Rich­tung Nor­den zum Gar­da­see sind es Schät­zungs­weise ca. 70 Km; quasi ein Kat­zen­sprung. Auch wenn die Ge­gend tou­ris­tisch ein­ge­hend er­schlos­sen ist, so ist das Ter­rain groß ge­nug um sich nicht auf der Pelle zu hän­gen. Es gibt ge­nü­gend Frei­räume, wenn man möchte. Zum Zeit­punkt un­se­res dor­ti­gen Auf­ent­hal­tes wur­den wir mit herr­li­chem Wet­ter ver­wöhnt. Ei­gent­lich war es schon zu heiß und der Was­ser­stand un­ge­wöhn­lich nied­rig, wie uns Ein­heim­sche dort er­zähl­ten. Un­ser Ziel war dies­mal der be­kannte Ort Mal­ce­sine, Scaliger-​Burg der sich auf der nord­öst­li­chen Seite des Sees befindet.

Auch hier gilt: Mal­ce­sine ist ein sehr be­kann­ter Ort am Gar­da­see und bei den Tou­ris­ten sehr be­liebt. Den­noch, es ist mög­lich dem klas­si­schen “Mas­sen­ge­schiebe” zu ent­kom­men, wenn man sich nicht an­ste­cken läßt. Der alte Kern ist hübsch und hie und da la­den schöne Plätze zum Ver­wei­len ein. Auch für das leib­li­che Wohl wird ge­sorgt. Nur sollte man nicht den Feh­ler ma­chen und die nächst­beste Lo­ka­li­tät in der ers­ten Reihe be­mü­hen. Mal um die eine oder an­dere Ecke zu schauen kann sich durch­aus loh­nen. Ge­son­dert zu er­wäh­nen ist die alte Scaliger-​Burg, die gut er­hal­ten ist, und sich im­po­sant vom See­ufer in die Höhe auf­türmt. Die fol­gen­den Auf­nah­men sind in Mal­ce­sine selbst, in Bar­do­lino, und in Tor­bole, an der Nord­spitze des Gar­da­sees, ent­stan­den. Nago-​Torbole

Gardasee | Torbole | Italien | 2007
© Tor­bole - Lago di Garda

Gardasee | Bardolino | Italien | 2007
© Bar­do­lino - Lago di Garda

Gardasee | Malcesine | Italien | 2007
© Mal­ce­sine - Lago di Garda

Gardasee | Malcesine | Italien | 2007
© Mal­ce­sine - Lago di Garda

Gardasee | Malcesine | Italien | 2007
© Mal­ce­sine - Lago di Garda

Gardasee | Malcesine | Italien | 2007
© Mal­ce­sine - Lago di Garda

Hier nun möchte ich den Be­richt über mei­nen per­sön­li­chen Ein­stieg in die di­gi­tale Welt der Fo­to­gra­fie be­en­den und hoffe, dass euch das “Schmö­kern” und Be­trach­ten der Bil­der ein we­nig Freude be­rei­tet hat.

Im die­sen Sinne: ‘All­zeit gut Licht’ und stay tuned...

Ni­cki

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