Visual & Dialogue

φῶς | γράφειν

Vom “Isländer” und den Kanaren...

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...oder: “Un­ver­hofft kommt oft!”

April 2010 - Zwei Um­stän­den habe ich die wei­ter un­ten fol­gen­den Auf­nah­men zu ver­dan­ken: Ers­tens, der Um­stieg von mei­ner Bridge-​Kamera auf meine erste DSLR und zwei­tens, dem “Is­län­der” na­mens Ey­jaf­jal­lajökull. Es war ein Kurz­ur­laub nach Fur­teven­tura (Ka­na­ren) ge­plant, der durch den Aus­bruch des is­län­di­schen Vul­kans Ey­jaf­jal­lajökull zu­nichte ge­macht wurde; halb Eu­ropa war sei­ner­zeit da­von betroffen.

Was soll ich sa­gen. Die Ka­mera war be­reits an­ge­schafft und die ers­ten Bil­der mit ihr wollte ich ei­gent­lich auf der oben er­wähn­ten Ka­na­ren­in­sel schies­sen. Ein sich An­nä­hern und ers­tes Ken­nen­ler­nen wäh­rend ei­nes kür­ze­ren Ent­span­nungs­trips so­zu­sa­gen. Gibt es eine bes­sere Ge­le­gen­heit da­für? Egal. Wir be­fan­den uns schon in un­se­rem ers­ten Ur­laubs­tag und zit­ter­ten stun­den­lang vor dem Fern­se­her, und auch Rechner/​Internet, ob sich die Lage noch ent­span­nen würde. No way - ge­gen Nach­mit­tag war klar, dass ein Aus­flie­gen am Mor­gen des nächs­ten Ta­ges nicht mehr mög­lich war. Der Flug wurde an­nul­liert. Da uns nur eine Wo­che Zeit blieb, und im Ur­laub je­der Tag zählt, muss­ten wir schnell um­dis­po­nie­ren. Noch am glei­chen Abend ent­schie­den wir: Es geht an die Nord­see (Ost­fries­land). So kon­trär das nun ge­wählte Rei­se­ziel zum ur­sprüng­li­chen ist, so spon­tan fiel die Ent­schei­dung. Und das ging so: Das Rei­se­be­rüro holte sich die Ver­si­che­rung zur voll­stän­dig Er­stat­tung der be­reits ge­leis­te­ten Rei­se­kos­ten beim Ver­an­stal­ter. Keine Ver­luste, die Stim­mung hob sich. Es lief ge­rade eine Wet­ter­vor­her­sage für Deutsch­land, wel­che die Aus­sich­ten für die kom­men­den Tage in Deutsch­land pro­gnos­ti­zierte. Und die ver­hieß hei­te­res Wet­ter mit Son­nen­schein im Nor­den. Das war es - spon­tan - im­mer der Sonne entgegen...

Schliess­lich war es das, was wir woll­ten. Nach den Tem­pe­ra­tu­ren hatte ja nie­mand ge­fragt. Nun gut. So­was liegt in sol­chen Mo­men­ten ein­fach nicht im Fo­kus. Und wenn es dann so­weit ist, dann ist es zu spät. Wurscht, ir­gend­was ist ja immer.

Moin, Moin... Neu­har­lin­ger­siel!

Die Ent­schei­dung stand, nur wo­hin? Eine liebe Freun­din von uns stand uns so­fort mit Rat und Tat zur Seite. Nicht nur Tipps wur­den aus dem Steh­greif of­fe­riert, son­dern eine ganze Lo­gis­tik in Form von Pro­spek­ten, Rei­se­füh­rer etc. wurde uns zur Ver­fü­gung ge­stellt. Nach am Abend war klar: Neu­har­lin­ger­siel war das Ziel der Wahl. So good, so on... aber eine Un­ter­kunft musste auch ge­fun­den wer­den. Die uns zur Ver­fü­gung ge­stell­ten Un­ter­la­gen be­inhal­te­ten auch ein Pro­spekt mit meh­re­ren Un­ter­künf­ten, die dort zu fin­den sind. Noch wäh­rend der Fahrt in den Nor­den wurde fleis­sig te­le­fo­niert und kom­mu­ni­ziert. End­lich, auch die Be­her­ber­gung war ge­fun­den: Ho­tel Pe­ters (sehr zu emp­feh­len) Ich will es kurz ma­chen. Wir hat­ten al­les ri­chitg ge­macht. Die Un­ter­kunft war klasse, die Kü­che im “Pe­ters” oben­drein. Die Ge­gend, die wir vor­her noch nicht kann­ten, ist wirk­lich wun­der­schön und für Leute, die gerne zu Fuß un­ter­wegs sind, ge­ra­dezu ideal. (lange Deich­spa­zier­gänge) Und das Wet­ter? Es spielte mit! Die Vor­her­sage hielt in die­sem Fall was sie ver­sprach. Über­wie­gend Sonne und wenn es mal feucht wurde, dann nur für kurze Zeit in Form von ein we­nig Nie­sel. Al­les per­fekt! Wirk­lich al­les? Ja doch, bis auf die Tat­sa­che, dass es recht kühl war, ja zeit­weise rich­tig kalt. Die Tou­ris­ten wie­der. Im­mer nur me­ckern und nie zu­frie­den sein.

Im Ge­gen­teil, wir wa­ren sehr zu­frie­den und es hat uns sehr ge­fal­len. Hier oben wa­ren wir be­stimmt nicht das letzte Mal. Wie auch im­mer, Zeit für ein paar Bilder...

Damm | Wattenmeer | Ostriesland | Deutschland | 2010
© Am Deich - Na­tio­nal­park “Wattenmeer”

Auf die­ser Ta­fel wird das Ge­biet und das Öko-​System des Wat­ten­mee­res er­klärt. Es ist schon in­ter­es­sant, wie die Na­tur die Dinge re­gelt und al­les im Griff hat. Al­les folgt ei­nem Mas­ter­plan und be­stimmt den Kreis­lauf des Seins. Die Rolle der “Fehl­schal­tung” die­ses Plans scheint der Spe­zies Mensch über­las­sen, die ziel­si­cher, wi­der bes­se­ren Wis­sens, die Dinge aus dem Gleich­ge­wicht zu brin­gen droht.

Damm-​Schafe | Ostfriesland | Deutschland | 2010
© Auf dem Deich - Neuharlingersiel/​Bensersiel

Spa­zier­gänge zu frü­her Stunde auf dem Deich ha­ben mit­un­ter ih­ren ganz ei­ge­nen Flair. Zu­nächst ist dort diese Ruhe. Der ein­zige Be­glei­ter ist der Wind, der ei­nem zeit­weise hef­tig um Oh­ren bläst. Wohl­ge­merkt, es war April und die Brise steif. Aber das ist zu ver­kraf­ten, denn schließ­lich kann man sich warm ein­pa­cken. Und oben­drein wird man bei Son­nen­schein mit so manch skur­ri­ler Wol­ken­for­ma­tion be­lohnt. Aus fo­to­gra­fi­scher Sicht ein­fach grandios.

Damm | Wattenmeer | Ostriesland | Deutschland | 2010
© Auf dem Deich - Neuharlingersiel/​Bensersiel

Keine Men­schen­seele weit und breit. Der Spa­zier­gang führte von Neu­her­lin­ger­siel zum be­nach­bar­ten Bens­er­siel, und wie­der zu­rück. Im­mer­hin eine Ge­samt­stre­cke von knap­pen 20 Km. Aber wenn man so in Be­we­gung ist, dann kühlt man nicht aus. Und wie ge­sagt, die Sonne, sie ließ uns nicht im Stich. Wer gut zu Fuß ist, für den sollte das al­les kein Pro­blem dar­stel­len, denn schließ­lich ist das Land flach und kräf­te­rau­bende An­stiege gibt es ein­fach nicht.

Neu­har­lin­ger­siel - Hafen

Im An­schluss möchte ich euch mit ei­ner klei­nen Se­rie vom Ha­fen in Neu­har­lin­ger­siel al­leine las­sen. Nur so­viel: Die­ser Ort hat et­was an­zie­hen­des. Die Auf­nah­men ent­stan­den nicht an ei­nem ein­zi­gen Tag, son­dern ver­teilt wäh­rend un­se­res Auf­ent­hal­tes. Gut, Neu­har­lin­ger­siel ist keine große Ort­schaft, ge­schweige denn ein grö­ße­res Städt­chen. Schnell ge­langt man im­mer mal wie­der an schon be­kannte Plätze. Aber hier am Ha­fen­be­cken, da gibt es im­mer wie­der et­was Neues zu ent­de­cken. Und sei es nur ein an­de­rer Auf­nah­me­stand­ort, ein an­de­rer Win­kel, um das Ge­sche­hen dort ab­zu­lich­ten. Man mag gerne dort ver­wei­len. Aber viel­leicht ist es ein­fach nur so, dass das Meer uns ruft und un­sere Ge­dan­ken mit­nimmt, in die Ferne, um ei­nen je­den von uns auf seine ganz per­sön­li­che Reise zu schi­cken; wer weiß...

Neuharlingersiel | Ostrfriesland | Deutschland | 2010
© Neu­har­lin­ger­siel - Ha­fen

Neuharlingersiel | Ostrfriesland | Deutschland | 2010
© Neu­har­lin­ger­siel - Ha­fen

Neuharlingersiel | Ostrfriesland | Deutschland | 2010
© Neu­har­lin­ger­siel - Ha­fen

Neuharlingersiel | Ostrfriesland | Deutschland | 2010
© Neu­har­lin­ger­siel - Ha­fen

Neuharlingersiel | Ostrfriesland | Deutschland | 2010
© Neu­har­lin­ger­siel - Ha­fen

Neuharlingersiel | Ostrfriesland | Deutschland | 2010
© Neu­har­lin­ger­siel - Ha­fen

Neuharlingersiel | Ostrfriesland | Deutschland | 2010
© Neu­har­lin­ger­siel - Ha­fen

Neuharlingersiel | Ostrfriesland | Deutschland | 2010
© Neu­har­lin­ger­siel - Ha­fen (“...Junge komm’ bald wie­der, bald wie­der nach Haus’...” - Freddy Quinn)

Wich­tig - Se­rie­mer Mühle - Die Se­rie­mer Mühle ist heute noch eine voll funk­ti­ons­fä­hige, wun­der­schön er­hal­tene Mühle, die be­sich­tigt wer­den kann. Se­riem selbst ist die frü­here Land­ge­meinde des Ha­fen­or­tes Neu­har­lin­ger­siel und schließt di­rekt an ihm an. Se­riem ist leicht per Fuß zu er­rei­chen; ein loh­nens­wer­ter Spa­zier­gang im schö­nen Hin­ter­land. Im Haus der Mühle ist eine kleine frie­si­sche Tee­stube un­ter­ge­bracht, die her­vor­ra­gen­den Tee, so­wie eine un­ver­gleich­li­che Frie­sen­torte an­bie­tet, wel­che ih­res­glei­chen sucht. Ein Auf­ent­halt mit Ver­zehr ist ein Muss! Ein Am­bi­ente und ein Ge­nuss wie zu Groß­mut­ters Zeiten...

Seriemer Mühle | Neuharlingersiel | Ostfriesland | Deutschland | 2010
© Se­rie­mer Mühle - Land­kreis Neuharlingersiel

Seriemer Mühle | Neuharlingersiel | Ostfriesland | Deutschland | 2010
© Se­rie­mer Mühle - Land­kreis Neuharlingersiel

Greet­siel - Krumm­hörn

Zum Ab­schluss die­ses klei­nen Be­rich­tes möchte ich euch nach Greet­siel (Krumm­hörn) mit­neh­men. Greet­siel ist ein Orts­teil der Ge­meinde Krumm­hörn, liegt an der Ley­bucht im west­li­chen Ost­fries­land, und ge­hört zu den grö­ße­ren deut­schen Kut­ter­hä­fen. Des Wei­te­ren ist Greet­siel tou­ris­tisch er­schlos­sen und bei Aus­flüg­lern, so­wie Ur­lau­bern glei­cher­ma­ßen be­liebt. Ei­nen nicht un­er­heb­li­chen An­teil die­ses Um­stan­des hält der für die Ge­gend ty­pi­sche Bau­stil, der ma­le­risch an­mu­ten läßt, und das wun­der­schöne Hin­ter­land. Greet­siel ist ein “Plätz­chen” an dem es sich ver­wei­len läßt, an dem man die Seele ein­fach bau­meln las­sen kann. Tou­ris­mus hin, Tou­ris­mus her. Nicht im­mer muss dies ne­ga­tive Ein­flüsse mit sich brin­gen. Mei­ner Mei­nung nach ist Greet­siel ein gu­tes Bei­spiel da­für. Wer in der Ge­gend ist, dem kann ich ei­nen Be­such gu­ten Ge­wis­sens ans Herz le­gen. Nach­fol­gend ein paar Im­pres­sio­nen hierzu...

Doppelmühle | Greetsiel | Ostfriesland | Deutschland | 2010
© “Dop­pel­mühle” - Greet­siel

Greetsiel | Ostfriesland | Deutschland | 2010
© Greetsiel

Greetsiel | Ostfriesland | Deutschland | 2010
© Greetsiel

Greetsiel | Ostfriesland | Deutschland | 2010
© Greetsiel

Greetsiel | Ostfriesland | Deutschland | 2010
© Greetsiel

Im Übri­gen: Wie ich ein­gangs er­wähnte, habe ich seit je­ner Zeit eine neue “Be­glei­te­rin”; meine erste DSLR. Dies sind die ers­ten Bil­der die ich mit ihr ge­macht habe. Si­cher­lich muss­ten wir uns erst an­nä­hern und die Ei­gen­ar­ten des je­weils an­de­ren aus­lo­ten und ken­nen­ler­nen. Für’s erste ging das schon ganz gut. Heute sind wir quasi ein “Paar”. Nein, in und aus­wen­dig ken­nen wir uns noch im­mer nicht. Schließ­lich ist das wie in ei­ner gu­ten Ehe. Es gibt im­mer noch et­was zu ent­de­cken. Ge­nau, da­mit es auch nach Jah­ren der Zu­ge­hö­rig­keit nie­mals gänz­lich lang­wei­lig wird. Und hier schließt sich der Kreis. Auch wenn Fu­er­teven­tura das ver­meid­li­che Ziel war, der “Is­län­der” et­was da­ge­gen hatte, das Zu­sam­men­fin­den hat auch an der Nord­see sehr viel Spaß ge­macht und Freude be­rei­tet. Deutsch­land ist schön! Und so ist es eben: “Un­ver­hofft kommt oft!” - in die­ser Aus­prä­gung mehr als er­träg­lich -

Man liest sich...

Ni­cki

7 Kommentare

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    • Dear “Na­dine”, thanks for your fri­endly com­ment. As you can see it is just the be­gin­ning of my little Blog­Work. So there can’t be such a collec­tion of links or track­backs so far? What’s about the hid­den name to the hea­der of your com­ment, should I worry about?

  2. Wun­der­schöne Fotos-​ei­ner wun­der­ba­ren Land­schaft. Ein tol­les Licht und tol­ler Him­mel.
    Danke für die Bilder-​
    eine liebe Freun­din, die noch An­fän­ge­rin auf dem Ge­biet der Fo­to­gra­fie ist.

    • Hallo Rosi,
      vie­len Dank für den lie­ben Kom­men­tar und die net­ten Worte. Ja, es war ein schö­ner Auf­ent­halt und so man­ches Bild hat den Weg nach Hause ge­fun­den. Aber wir wis­sen, wem wir dies zu ver­dan­ken haben... ;-)

      Al­les Liebe und bis die Tage!

      Ni­cki

  3. What’s up Dear, are you truly vi­sit­ing this web­site re­gu­larly, if so af­ter­ward you will ab­so­lu­tely get fas­t­idious knowledge.

    • Is this the way how “se­rious pro­fes­si­ons” are begging for their own pro­ject?
      Nice house ad­ver­ti­sing. In my opi­nion: “Nicht die feine Eng­li­sche Art!” ;-)

  4. Or­dent­lich auf­ge­klärt. Die Pas­sa­gen wa­ren sehr mo­ti­vie­rend. Wir sind ab die­sen Mo­ment ein stän­di­ger Gast für im­mer. Dortmunder.

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